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Montag, 26. Juni 2017
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Gemeindepräsidentin der Herzen: «Positive Rückmeldungen sind der schönste Lohn»
Oliver Menge
(Foto: Oliver Menge)


Barbara Leibundgut erzielte bei den Gemeinderatswahlen ein Glanzresultat und wurde still als Gemeindepräsidentin von Bettlach bestätigt.

Bettlachs Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut folgte vor vier Jahren auf den langjährigen Amtsinhaber Hans Kübli. Nun wurde sie im Amt still bestätigt. Bei den Gemeindewahlen erreichte sie das beste Resultat aller Kandidierenden – mit Abstand. Wir wollten von der alten und neuen Gemeindepräsidentin wissen, wie es steht um Bettlach.

Barbara Leibundgut, welche Ziele wurden erreicht, die Sie sich vor vier Jahren gesetzt haben? Wo ist man in Verzug oder gab es sogar Ziele, die man nicht erreichte?

Barbara Leibundgut: Es gibt sogar zwei persönliche Ziele, die ich nicht erreichte: Zum einen wollte ich eine Dorfzeitung initiieren, was leider noch nicht gelang. Zum anderen ist man beim Friedhof im Verzug bezüglich der Überarbeitung des Reglements, der Neugestaltung des allgemeinen Grabs. Ich hätte gerne etwas mit Wasser hineingebracht. Aber dafür hat es noch nicht gereicht. Wir haben damit begonnen, aber es ist noch nicht spruchreif. Das waren zwei Dinge, die ich mir als ganz persönliche Herzensangelegenheiten klar vorgenommen hatte, die mir wichtig waren.

Woran lag es, dass man nicht reüssierte?

Das hat sicherlich mit den fehlenden Kapazitäten im Gemeindehaus zu tun, wir hatten grosse Projekte, welche das Personal absorbierten.

Gab es Legislaturziele, die man nicht erreichte?

Nein, eigentlich nicht. Beim Neubau Schulhaus Einschlag ist man zwar etwas im Verzug durch das aufwendige Verfahren, der Wettbewerb hat Verzögerungen mit sich gebracht. Aber dafür haben wir jetzt auch ein besseres Projekt. Der Schulhausneubau wird sicherlich die grosse Herausforderung der neuen Legislatur sein.

Das Alters- und Pflegeheim Baumgarten war erst kürzlich Thema in den Gemeinderäten von Bettlach und Selzach. Wie geht es dort weiter?

Der Gemeinderat hat beschlossen, den Zweckverband aufzulösen und in eine nicht gewinnorientierte Aktiengesellschaft umzuwandeln. Das ist so angedacht und sollte der Sommer-Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Das ist jetzt aber auf die Winter-Gemeindeversammlung verschoben worden, weil vom Altersheim gewisse Vorarbeiten erledigt werden müssen, um den Start in die neue Ära noch entscheidend zu verbessern. Beide Gemeinderäte, von Bettlach und von Selzach, sind übrigens auf demselben Stand. Was nicht abgeschlossen werden konnte, ist das Thema «Wohnen im Alter», aber da wussten wir, dass dieses grosse Projekt nicht innerhalb einer Legislatur erledigt werden kann.

Ein Rückblick auf die vergangene Legislatur?

Sie war geprägt von grossen Geschäften, welche die ganze Verwaltung unglaublich gefordert haben. Beispielsweise die ganze Umstellung auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM2. Die Legislatur hatte gleich mit der Umstrukturierung der Verwaltung infolge der Pensionierung des Gemeindeschreibers Beat Vogt begonnen. Das war für das ganze Haus eine Herausforderung: wer hat welche Aufgaben, wo grenzt man sich ab und so weiter. Dann weitere personelle Wechsel, welche in einer so kleinen Verwaltung wie der unseren halt immer eine grosse Rolle spielen. Sehr erfreulich für uns ist die Abwicklung gewisser Geschäfte, was Ansiedlungen in der Gemeinde betrifft: Haring ist bereits umgezogen, dann erfolgte der Landverkauf an Immostab AG, welche einen Produktionsbetrieb ansiedeln und demnächst beginnen will, und nicht zuletzt Boncas, welche in Kürze ein Baugesuch einreichen werden.

Finanziell steht Bettlach auch weiterhin gut da?

Ja, wir konnten den Steuerfuss mit 95 Prozentpunkten halten. Und ich habe auch ein gutes Gefühl. Langfristig gesehen kann es sein, dass wir im Zusammenhang mit dem Schulhausbau partiell für eine gewisse Zeit Anpassungen vornehmen müssen. Aber momentan sieht es nicht so schlecht aus.

Welches sind die grossen Herausforderungen für die Zukunft?

Wie erwähnt der Schulhausbau, die Überarbeitung der Gebührenreglemente. Wir haben bereits auf Weisung des Kantons das Frischwasser- und Abwassergebührenreglement überarbeitet, was viel zu diskutieren gab. Nun fand die erste Ableseperiode statt und man verschickte erstmals die neuen Wasserrechnungen – seither laufen die Telefone in der Verwaltung heiss. Es wird sicher nochmals eine Anpassung geben, aber das neue Reglement sieht auch vor, dass das möglich ist. Oder ein Kinderspielplatz – schliesslich wollen wir nicht nur eine Gemeinde für die ältere Generation sein: Eltern haben eine Petition mit vielen Unterschriften eingereicht, weil sie einen Kinderspielplatz wünschen. Nun sind der Bauverwalter und ich mit drei Elternvertreterinnen am Evaluieren und Planen und hoffen, zu Beginn der nächsten Legislatur eine Vorlage für den Gemeinderat bereit zu haben. Das Projekt eines Zukunftsbildes, das wir gemeinsam mit Grenchen und Lengnau begonnen haben, ist vielversprechend. Eine Auslegeordnung zu machen, wo stehen wir, wo wollen wir hin, welche gemeinsamen Entwicklungsschwerpunkte haben wir und wollen wir allenfalls an einem gemeinsamen Aggloprogramm teilnehmen?

Bettlach hat ja einige Projekte am Laufen, wie «Socius», das bereits erwähnte «Wohnen im Alter». Wie geht es hier weiter?

Das Projekt «Socius» wird nächstes Jahr abgeschlossen, daraus ergeben sich auch Neuerungen und Erkenntnisse. Auch «Wohnen im Alter» wird uns noch eine ganze Weile beschäftigen in der neuen Legislatur. Es wäre auch wünschenswert, wenn wir einige Dorfläden mehr bekämen, und mir schwebt auch eine mögliche Kombination zum Thema Wohnen im Alter vor. Wenn man zum Beispiel auch in der Dorfbäckerei frische Jogurts, Milch und Salat kaufen könnte...

... und auch gleich den eingeschriebenen Brief oder das Päckli abholen kann?

Nein, da wünsche ich mir schon, dass wir unsere Poststelle behalten können.

Wie erleben Sie persönlich Ihr Amt als Gemeindepräsidentin?

Als sehr befriedigend. Es ist unglaublich, welche Wertschätzung ich erleben darf. Beispielsweise habe ich vor vier Jahren die Besuche bei Jubilaren zum 90. Geburtstag und bei 95-Jährigen und älter sowie zum 60. und 65. Hochzeitstag eingeführt. Diese Besuche haben ein unglaubliches Echo und ich durfte sehr schöne Momente und persönliche Gespräche erleben. Ich will den Kontakt zur Bevölkerung haben und für sie da sein. Ich will auch mitgestalten, vermitteln und helfen, dass etwas auf die Beine gestellt werden kann. Wie zum Beispiel die Fasnacht: Nachdem eine neue Crew übernommen hat und ich mitgeholfen habe, das einzufädeln, stehe ich gerne auch einen Nachmittag lang beim Kinderball hinter der Bar. Es ist einfach schön, wenn man so einer jungen Generation etwas weitergeben kann. Auch die Annäherung ans Gewerbe bei den neu eingeführten Apéros mit dem Gewerbeverein ist mir eine Herzensangelegenheit wie auch die Zusammenarbeit mit den beiden Nachbargemeinden.

Eine Gemeindepräsidentin der Herzen also?

Ja, in gewisser Weise schon. Die positiven Rückmeldungen sind ja wirklich der schönste Lohn.

(Quelle: Grenchner Tagblatt, 02.06.2017)
02.06.2017 | Wyss Sophie
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