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Mittwoch, 28. Juni 2017
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Schliesst Grossverteiler Coop seinen Laden in Bettlach?
Zieht Coop aus dem Dorf? Seit längerem geistern Gerüchte im Dorf herum, der Laden des Grossverteilers schliesse bald – ist da was dran?

«Ich arbeite nun seit 12 Jahren hier. Und seit 12 Jahren höre ich dasselbe Gerücht», sagt Hanspeter Blaser, der Filialleiter des Coop Bettlach an der Unterführungsstrasse 1, leicht genervt, wie es scheint. Tatsächlich geistern die Gerüchte um eine mögliche Schliessung der Filiale schon länger durchs Dorf – und wie es scheint, in regelmässigen Abständen immer wieder. Bestärkt wurde die Vermutung, dass jetzt etwas dran sein könnte zudem, weil auf Ende letzten Jahres Mitarbeitende die Kündigung erhalten haben sollen und man angeblich in letzter Zeit das Sortiment verkleinert hat.

Erste Anlaufstelle bei solchen Gerüchten müsste eigentlich die Gemeindeverwaltung sein, aber dort hat man zwar auch dieselben Gerüchte vernommen und weiss sonst nichts Konkretes. Also weiter zu Coop, auch wenn nicht damit gerechnet werden darf, hier eine Auskunft zu erhalten, falls an der Negativmeldung etwas sein sollte. Coop-Filialleiter Blaser selber will keine detaillierte Auskunft erteilen und verweist an die Kommunikationsstelle von Coop in Bern. Benjamin Schweingruber, Mediensprecher Coop-Verkaufsregion Bern: «Coop steht zum Standort Bettlach. Aktuell wird mittelfristig auch kein alternativer Standort evaluiert. Coop ist stark am Jurasüdfuss verankert und freut sich, auch weiterhin die Nahversorgung sicherstellen zu dürfen.» Nicht beantwortet werden Fragen nach weiterführenden Informationen, den erwähnten Entlassungen oder der Sortimentverkleinerung. Ist das jetzt verdächtig?

Das Grundstück mit der Grundbuchnummer 1048 gehört seit dem 1. April 2014 der Jowissa Immobilien AG und der wbb Immobilien GmbH. Im Jowissa-Neubau, der letztes Jahr eröffnet wurde, ist der Migros-Partner «Voi» eingemietet. Will man etwa den Konkurrenten Coop aus diesem Grund schwächen? Oder gar aus Bettlach vertreiben?

Keine Verkaufsabsichten

Simon Wyss, CEO der Jowissa Uhren AG und Verwaltungsrat der Jowissa Group AG, der Holding mit den beiden Gesellschaften Jowissa Uhren AG und Jowissa Immobilien AG, winkt ab: «Ich habe diese Gerüchte auch gehört. Und ich kann versichern, dass wir an einer langfristigen Zusammenarbeit mit Coop interessiert sind und keine anderen Pläne in der Schublade haben.»

Gerüchte über Gerüchte

Die Gerüchte an sich hätten vor zwei Jahren überhaupt dazu geführt, dass das Grundstück erneut in den Besitz von Bettlachern gekommen sei. «Erstmals habe ich Anfang 2014 von diesen Gerüchten erfahren und aus Neugierde eine kurze Internetrecherche gestartet. Dabei bin ich auf einer der bekannten Immobilienplattformen auf ein offizielles Verkaufsangebot der Liegenschaft inklusive Fotos und vollständigen Angaben gestossen.» Das Grundstück mit Liegenschaft gehörte bis dahin einer ausländischen Holding-Gesellschaft. Für ihn sei der Fall klar gewesen: Coop wolle am Standort bleiben, aber der Liegenschaftsbesitzer wolle verkaufen. «Diese Chance wollte ich ergreifen und innerhalb der Verwandtschaft fanden sich acht Personen, die bereit waren zu investieren.» Ein grosser Pluspunkt für die Entscheidung sei gewesen, dass für die Liegenschaft ein langfristiger Mietvertrag mit einem verlässlichen Partner bestehe. Der Besitz wechselte daraufhin vollständig zur Jowissa Immobilien AG und der wbb Immobilien GmbH, beides Firmen im Besitz der Familien Wyss. Nebst der Jowissa Group AG, die sich im Besitz von Simon Wyss, dessen Schwester Christa Wyss und Vater Leander Wyss befindet, ist mit der wbb Immobilien GmbH Reinhard Wyss, der Cousin von Simon und Christa Wyss, beteiligt.

Ausländische Investoren

Der Grossverteiler Coop hatte 2005 einen Teil seiner Liegenschaften schweizweit verkauft und diese im Zuge einer sogenannten «Sale – lease back»-Transaktion direkt wieder gemietet. So konnte man mit einem für Grossunternehmen üblichen Vorgehen das Liegenschaftsportfolio verkleinern. Einen Teil dieses Liegenschaftsportfolios kaufte damals eine Firma mit Sitz in Luxemburg, die «Swissdeal Properties Sarl», hinter der dem Vernehmen nach ein reicher Israeli stecken soll.

Neun Jahre später wurde das Objekt in Bettlach im Internet zum Verkauf angeboten. Warum? Wyss: «Ich gehe davon aus, dass es sich für den vormaligen Besitzer um kein strategisch relevantes Objekt mehr handelte.» Die genauen Gründe, welche zum Verkauf führten, seien ihm aber nicht bekannt.

«Wir freuen uns, dass die Liegenschaft wieder in Bettlacher Händen ist und wollen mit einem guten Unterhalt dafür sorgen, dass das Gebäude auch weiterhin gut im Schuss bleibt», so Wyss.

(Quelle: Grenchner Tagblatt, 26.1.2016)
26.01.2016 | Burkhard Corinne
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