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Sonntag, 22. Oktober 2017
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Gratisangebot: Kinder können Strassenhockeyluft schnuppern
von Oliver Menge
(Foto: Oliver Menge)


Jeden Mittwochnachmittag ist es soweit. Kinder dürfen gratis Strassenhockey spielen gehen. Die jüngesten sind drei Jahre alt. Sie profitieren von einem Trainer mit 26 Jahren Erfahrung.

Mittwoch, kurz vor drei Uhr. Rund 12 Kids rennen auf der einen Seite des grossen, neuen Spielfelds des Strassenhockeyclubs Bettlach dem orangefarbenen Ball hinterher und versuchen, ihn mit ihren Stöcken ins gegnerische Tor zu bugsieren. Die Mannschaften werden ad hoc zusammengestellt, man spielt auf ein grosses Tor, das ein Junge in Vollmontur hütet.

Auf der anderen Seite steht ein kleines, nur etwa 50 Zentimeter breites Tor, ohne Torhüter. Den Ball da hinein zu kriegen ist ohnehin schwierig genug, auch ohne jemanden, der davor steht. «Schiri braucht es keinen», sagt Daniel Spahni, Junioren-Obmann und -trainer beim SHC Bettlach. «Die Kinder regeln das selber, ich muss nur dafür schauen, dass es nicht aus dem Ruder läuft.»

Schon für Kinder ab Drei

Nunmehr schon im fünften Jahr bietet der SHC Bettlach jeden Mittwochnachmittag zwischen 14 und 17 Uhr für Kinder ab drei Jahren die Möglichkeit, gratis Strassenhockeyluft zu schnuppern. Zum einen, um den Kindern am schulfreien Nachmittag eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen, zum anderen, um neue Junioren für den SHC zu rekrutieren. «Im Schnitt kommen jeweils so um die 12 Kinder», sagt Spahni.

Manchmal im Sommer seien es aber auch über 20, die meisten zwischen 8 und 12-jährig. Viele von ihnen spielen selber aktiv Strassenhockey in einer der Juniorenmannschaften und nutzen die Gelegenheit, am freien Nachmittag sich auf dem neuen Spielfeld des SHC etwas auszutoben.

Aber auch ein paar ganz Kleine sind an diesem Mittwoch anzutreffen, sie sind in Begleitung ihrer Mamis hier, die selber auch auf dem Spielfeld stehen, mit dem Stock in der Hand. Das Tor ist mit einer Platte abgedeckt, mit einigen Öffnungen für Zielschussübungen. Aber bei den Kleinen geht es erst einmal nicht darum, zu treffen. Sie haben nur schon grossen Spass, den Puck oder Ball hin und her zu schieben. So wie der dreieinhalbjährige Marco, der mit seiner Mutter Christine Bourquin da ist.

«Eigentlich hätte es aus Marco einen Fussballer geben sollen», erzählt Christine Bourquin. Denn schliesslich sei sein Gotti Profifussballerin gewesen. Dass ihr Sohn jetzt aber eher in Richtung Strassenhockey tendiere, sei einem Zufall zu verdanken: «Wir kamen im September 2014 zur Eröffnung des neuen Sportplatzes. Da hat Marco einen Stock in die Hand genommen und seither will er viel lieber Strassenhockey spielen als tschutten.» Sie sei fast jeden Mittwochnachmittag mit ihm beim SHC. «Da kann er pläuscheln und sich etwas abreagieren.»

Verletzungen vorbeugen

Mittlerweile sind die anderen Kinder für die Pause in die Garderobe geeilt, wo sie etwas zu essen und trinken erhalten. «Wir machen alle halbe Stunde eine Pause. Dann können die Kinder auch etwas ‹runterfahren›», sagt Spahni. Denn beim Spiel geht es doch auch ab und zu emotionsgeladen her. «Das Wichtigste, das ich den Kindern beibringen muss, ist, den Stock immer am Boden zu lassen. Denn sonst kann das Verletzungen im Gesicht geben, und das wollen wir natürlich vermeiden.»

«Aua, schau, da hat mich der Ball getroffen», sagt ein kleines Mädchen und zieht sich das Hosenbein hoch. «Du musst halt etwas besser aufpassen, das gibt sicher einen schönen blauen Fleck», meint Spahni. «Ist gar nicht so schlimm», meint die Kleine und rennt wieder zurück zu den anderen Kids. Die wenigsten Kinder, die am Mittwochnachmittag vom Angebot des SHC Gebrauch machen, tragen eine Schutzausrüstung. Ganz im Gegensatz zum ordentlichen Spielbetrieb, wo die Junioren von Kopf bis Fuss geschützt sind, mit Helm und Helmvisier.

«In den vier Jahren hatten wir noch nie eine gröbere Verletzung», sagt Spahni. Aber bei diesem freien Spielnachmittag eine Helmpflicht einzuführen, wäre nicht sehr sinnvoll, so der Juniorentrainer, der bereits seit 26 Jahren beim SHC Bettlach ist. «Die Ausrüstung ist nicht gerade billig. Stöcke stellt zwar der SHC zur Verfügung. Es sind ausrangierte Stöcke der ersten Mannschaft. Aber sonst müssen die Kinder die Ausrüstung selber mitbringen.» Wenn dann einige mit und andere ohne Helm und Visier spielen würden, seien sie weniger vorsichtig und riskierten mehr. Damit steige dann auch die Verletzungsgefahr.

Der 46-jährige Juniorenobmann des SHC Bettlach trägt die Verantwortung für alle Juniorenmannschaften. Er ist Vater zweier Kinder, eines Buben, der selber auch schon bei den Junioren C mittut und einer Tochter. «Die ist zwar auch ab und zu mal hier, aber sie hat eher andere Dinge im Kopf.»

Seit 24 Jahren mit dabei

Spahni war Gründungsmitglied des SHC Grenchen und hatte dort schon von 1992 an die Betreuung der Jugend übernommen. «Es ist meine grosse Leidenschaft, mit den Jugendlichen zu arbeiten», sagt Spahni. Sein Arbeitgeber habe viel Verständnis dafür, was ihm erlaube, die Mittwochnachmittagsstunden an anderen Arbeitstagen «abzuarbeiten».

«Der Umzug vom Schulhaus Einschlag zum neuen Sportplatz brachte einige Veränderungen mit sich», sagt Spahni. Die Lage beim Einschlag sei optimal gewesen, auch weil viele Kinder den freien Nachmittag auch sonst beim Schulhaus verbringen und dann spontan bei ihnen mitgemacht hätten. «Jetzt ist es halt doch ein weiter Weg und es kommen weniger Kinder als früher. Es gab sogar Überlegungen, den Mittwoch wieder beim Einschlag durchzuführen, aber hier haben wir halt eine ausgezeichnete Infrastruktur. Darum nehmen wir den weiteren Weg in Kauf.»

(Quelle: Grenchner Tagblatt, 12.02.2016)
12.02.2016 | Burkhard Corinne
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