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Montag, 16. Mai 2022
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NEWS
50 Jahre lang prägte er die Grenchner und Bettlacher Gottesdienste
Susi und Franz Günter-Lutz
(Foto: zvg)


Zum Tod des Organisten und Kirchenmusikers Marcel Schifferle
(4. Februar 1938 bis 24. Dezember 2021).

Marcel Schifferle war Musiker und Theologe in einem, und viele Fragen begleiteten ihn das Leben lang. Eine seiner wichtigsten Fragen war: Was bedeutet Menschsein? Er hat auf verschiedenen Wegen gesucht, immer neue Fragen gefunden, aber auch Antworten, vor allem in der Musik.

Angefangen in Spreitenbach, wo er aufgewachsen ist, über das Gymnasium in Appenzell bis zum Eintritt in den Kapuzinerorden und zur Priesterweihe. Er war ein guter Zuhörer, Beichtvater und Seelsorger. Aber er merkte bald: Es gibt noch mehr Menschsein in mir. Er fand es, als er seine Frau Ursula kennen und lieben lernte, als Vater von zwei Töchtern, die er auf ihrem Lebensweg begleitete, wohin dieser Weg auch ging; und später als liebevoller Grossvater von drei Enkelkindern.

Er blieb hartnäckig

Die Frage des Menschseins liess den leidenschaftlichen Kirchenmusiker nicht los: Die theologischen Fragen stellte er sich an der Orgel, als Kantor und am Dirigentenpult, er suchte in Büchern und Vorlesungen und vor allem in Gesprächen nach Antworten. Er gab sich nicht mit schnellen Antworten zufrieden, er liess sich nie mit theologischen und kirchlichen Floskeln abspeisen, sondern blieb hartnäckig und seiner persönlichen Suche treu.

Marcel Schifferle wirkte über 40 Jahre als Organist und Kirchenchorleiter in der katholischen Eusebiuspfarrei in Grenchen, dann über zehn Jahre in der Klemenzpfarrei in Bettlach. Er leitete und begleitete viele Menschen in unterschiedlichsten Situationen und Stimmungen mit seiner Musik. Seine Musikalität war ansteckend, er gab die Freude als langjähriger Flötenlehrer sowie als Leiter des Kirchenchors weiter, als Organist bei Trauungen, und er trug mit der Musik die Trauer bei Beerdigungen.

Gottesdienste gestaltete er liturgisch mit, egal, zu welchem Thema oder welcher Ausrichtung. Marcel spielte für andere, aber auch für sich selbst, denn in der Musik, an der Orgel und mit seinen Flöten drückte er seine Fragen aus und fand auch vorläufige Antworten. Eines seiner Markenzeichen war, dass bei der Orgel immer eine Kerze brannte, als äusseres Zeichen dafür, dass sich seine Musik nicht in Instrumenten und Noten erschöpfte, sondern immer darüber hinauswies.

Einfühlsam und kompetent

Marcel Schifferle war ein vielfältiger und kreativer Mensch: Seine Zeichnungen in den Adventskalendern in Bettlach waren ausdrucksstark. Und auch im Gespräch war er sehr einfühlsam und kompetent.

Am frühen Morgen des Heiligabends ist er gestorben.

Auch wenn sein Tod schmerzt, Marcel Schifferle hat jetzt wohl seine Antworten gefunden.

(Quelle: Grenchner Tagblatt, 06.01.2022)

12.01.2022 | Schmid Manuela
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