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Montag, 26. Juni 2017
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Büelenhalle erhält keine neue Lüftung
Oliver Menge
(Foto: Oliver Menge)



Die Investition in die Büelenhalle in der Höhe von 335'000 Franken wurde an der Bettlacher Gemeindeversammlung gekippt, das Budget bleibt aber trotzdem tiefrot.

Die Lüftung der Büelenhalle stammt aus dem Jahr 1984. 1997 wurde die Bühne mit einer separaten Lüftung eingebaut. Über diese Lüftungen werden die Räume auch beheizt. Der Gemeinderat wollte nun den Bettlacherinnen und Bettlachern beliebt machen, den Kredit für eine Gesamtsanierung – sprich Totalersatz – dieser Lüftung in der Höhe von 335'000 Franken zu genehmigen.

Bauverwalter Titus Moser umriss die Probleme mit der aktuellen, 32-jährigen Anlage, die sich schlecht ansteuern lasse, bei manchen Grossanlässen nicht mehr gereicht habe, um eine angemessene Temperatur zu erreichen und für die es mittlerweile schwierig geworden sei, die nötigen Ersatzteile zu beschaffen. Weil die Anlage ihr Lebensalter von 25–30 Jahren erreicht habe, schlage die Verwaltung vor, diese Investition jetzt zu machen und nicht erst dann, wenn es irreparable Schäden gebe.

Gegen dieses Vorhaben gab es aber Widerstand. Allen voran von Leonz Walker, SVP-Gemeinderat, der sich schon im Vorfeld dafür starkgemacht hatte, auf diese Investition zu verzichten. Es sei weissgott nicht das Vordringlichste, angesichts des roten Budgets, diese gut funktionierende Lüftung zu ersetzen. Ein Auto mit 120 000 Kilometern werde man auch nicht ersetzen, solange es noch einwandfrei laufe, so Walker an die Adresse des Fachexperten der Planungsfirma, der ebendiesen Vergleich ins Feld geführt hatte.

Max Huber, Hauswart des Büelen, und André von Arb, Inhaber einer Firma für Bühnentechnik, der in der Büelenhalle schon etliche Anlässe durchgeführt und technisch ausgerüstet hatte, sprachen sich ebenfalls beide gegen eine Gesamtsanierung, gegen eine neue Lüftung aus. Eine Teilrevision tue es auch.

Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut wandte ein, dass man an Planungssicherheit gewinne, wenn man die Investitionen jetzt mache, statt zu warten, bis die Lüftung komplett aussteige. Unter Umständen sei man dann dort, wo die Gemeinde eh grosse Brocken wie einen Schulhausneubau zu bewältigen habe. Jetzt könne man planen und die Arbeiten in den Sommerferien durchführen. SVP-Gemeinderat Patrick Gfeller meinte, man solle lieber einen Nachtragskredit beantragen, für den Fall, dass die Anlage aussteige. Von den 79 Anwesenden stimmten 39 gegen den Investitionsantrag, 24 dafür. 16 enthielten sich der Stimme.

Der Rest wird durchgewinkt

Es sollte die einzige Investition bleiben, die aus dem Budget 2017 gekippt wurde. Zwar wehrten sich einige gegen die Sanierung des Bahnweg Ost und des Witiwegs, 1,9 Kilometer Strasse, die sich jetzt in einem desolaten Zustand befinden, aber noch rechtzeitig mit einer Oberflächensanierung instand gestellt werden könnten, ohne gleich einer Gesamtsanierung unterzogen zu werden. 250'000 Franken wurden dafür veranschlagt. Für eine Sanierung spreche auch, dass die nationale Skaterroute Nr 4 und die nationale Veloroute Nr. 50 dort durchführen, so der Bauverwalter.

Nicht so für Walker, der monierte, dass dort nur Landwirte mit ihren Geräten durchführen, kein motorisierter Individualverkehr, und für ein paar Velofahrer seien die 250 000 dann doch unverhältnismässig. Der Souverän war allerdings anderer Meinung und genehmigte die Sanierung mit 48 Ja zu 18 Nein bei 12 Enthaltungen.

Der Kredit für die Sanierung der Diebold-Schilling-Strasse inklusive Leitungsersatz hingegen wurde einstimmig genehmigt, insgesamt 330'000 Franken. Auch der Kredit für den Geschiebesammler beim Werkhof von über 650'000 Franken passierte mit 2 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen.

Keine Änderung am Submissionsreglement

Der Gemeinderat wollte der Versammlung beliebt machen, das Submissionsreglement der Gemeinde aus dem Jahr 2004 entsprechend der kantonalen Vorgaben abzuändern. Demnach wäre der Betrag, bis zu welchem ohne Submission Arbeiten vergeben werden können, von 25'000 auf 100'000 Franken angestiegen. Thomas Varrin, Ersatzgemeinderat der SP, plädierte allerdings dafür, das Reglement so zu belassen, wie es ist und den Antrag des Gemeinderates abzulehnen. Mit 53 Nein und 17 Ja lehnte der Souverän eine Anpassung an die kantonalen Richtlinien ab. Der Souverän genehmigte ausserdem einstimmig die Neuzuteilung von neun Liegenschaften vom Verwaltungsvermögen ins Finanzvermögen und umgekehrt, gemäss den Vorschlägen des Gemeinderates.

Preis für innovative Feuerwerker

Traditionsgemäss wird anlässlich der Gemeindeversammlung auch eine Person oder eine Gruppe mit dem Anerkennungspreis der Gemeinde Bettlach ausgezeichnet. Dieses Jahr entschied sich die zuständige Kommission unter der Leitung von Fränzi Leimer für den Verein «Freunde des Feuerwerks», einer Gruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, jedes Jahr ein noch schöneres 1.-August-Feuerwerk für die Bettlacherinnen und Bettlacher zu zünden.

Der Verein, der 2005 aus einer Idee heraus gegründet wurde, hat sich stark entwickelt und bietet der Bettlacher Bevölkerung, wie auch vielen Fans aus der Umgebung, immer wieder die Gelegenheit zum Staunen.

Präsident Aquila Glanzmann betonte, dass man die 500 Franken Preisgeld nun für das nächste Feuerwerk investieren wolle, denn sie seien jeweils am 2. August alle blank.


Stimmberechtigte einstimmig für Budget 2017
Das Budget 2017 rechnet mit einem Aufwandüberschuss von 773'900 Franken. Die Nettoinvestitionen betragen 1'221'400 Franken.
Der Finanzausschuss rechnet mit einem etwas höheren Steuerertrag als im Budget 2016, dies dank grösserem Wohnungsangebot. Bei den juristischen Personen rechnet man mit etwa denselben Steuererträgen wie im vorangegangenen Budget. Rund 16,6 Mio. Franken sollen eingehen, davon 14% als Steuern von juristischen Personen bei einem unveränderten Steuerfuss von 95% für natürliche und juristische Personen.
Auf der Aufwandseite schlagen die Bereiche Allgemeine Verwaltung, Bildung, Soziale Sicherheit und Verkehr zu Buche. Sie machen rund 91% des Nettoaufwands aus – 15,983 Mio. Franken. Ausser beim Verkehr geht man in allen Bereichen von einer Erhöhung der Ausgaben aus. (om)

(Quelle: Grenchner Tagblatt, 14.12.2016)
15.12.2016 | Burkhard Corinne
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