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Freitag, 22. Juni 2018
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Grossmatt 6 bleibt Eigentum der Gemeinde
Oliver Menge
(Foto: google maps)


Der Bettlacher Gemeinderat beschliesst, ein marodes Gebäude im Finanzvermögen der Gemeinde nicht zu verkaufen, und setzt die Legislaturziele 2017 bis 2021 fest.

Die Sitzung des Bettlacher Gemeinderates war einmal mehr geprägt von hitzigen Diskussionen rund um eine Liegenschaft, die sich im Besitz der Einwohnergemeinde Bettlach befindet. Das Mehrfamilienhaus an der Grossmatt 6 ist in einem desolaten Zustand und war, wie CVP-Gemeinderat und Mitglied der zuständigen Kommission, Enrico Sansoni betonte, schon mehrmals Gesprächsthema im Rat. Nun lag ein Antrag des Ausschusses für Gemeindeentwicklung AGE vor, der eine Ausschreibung zum Verkauf beinhaltete.

Das Gebäude, das 2016 auf einen Verkehrswert von 855'000 Franken geschätzt wurde, muss renoviert werden: Die Bauverwaltung hatte schon vor fünf Jahren einen Bedarf von 800'000 Franken für Küchen- und Bädersanierungen, Erneuerung der Bodenbeläge, Wärmedämmung, Fenster und Türläden, Innentüren etc. berechnet. Von den acht Wohnungen stehen drei seit längerem leer, die elektrischen Installationen wurden abgesprochen und der Stromzähler ausgebaut. Die gesamte Elektrik müsste bei einer Wiederbelegung erneuert werden.

Bereits 2017 in der Diskussion

2017 wurde schon einmal über das weitere Vorgehen diskutiert: Soll man das Teil verkaufen? Soll man renovieren? Soll man mit den Besitzern der Nachbarhäuser einig werden, die gesamten Mehrfamilienhäuser abreissen und eine neue, grosse Überbauung an die Hand nehmen? Letzteres stiess bei den Nachbarn nicht auf Interesse. Also war der Ausschuss der Meinung, man sollte jetzt den Verkauf anstreben, zu einem Mindestpreis von 890'000 Franken.

Das stiess bei etlichen Ratsmitgliedern nicht auf Gegenliebe: SVP-Gemeinderat Leonz Walker meinte, weshalb überhaupt einen Preis angeben? Der Meistbietende solle den Zuschlag erhalten, wenn überhaupt. FDP-Gemeinderat Andreas Baumgartner warf ein, dass in Bettlach ohnehin ein Mangel an Wohnungen im unteren Mietsegment bestehe, man solle die Liegenschaft eher sanieren und diese Lücke füllen. Auch Walker sprach sich gegen einen Verkauf und für eine gestaffelte Sanierung aus, was wiederum anderen Gemeinderäten nicht passte. Es entbrannte eine zum Teil hitzige und laute Diskussion, in der die Gemeinderäte ihre jeweiligen Erfahrungen als Hauseigentümer, Immobilienfachleute oder Handwerker in die Waage warfen.

André von Arb von der FDP schliesslich brachte Argumente vor, die eventuell den einen oder anderen Gemeinderat noch zu überzeugen vermochten: Die Liegenschaft sei ruhig gelegen, verfüge über nahe Parkplätze bei der Unterführungsstrasse, liege nahe an Schulen und Einkaufsmöglichkeiten und sei somit sehr gut geeignet zum Beispiel für alleinerziehende Mütter oder ähnlich. Sechs Gemeinderäte stimmten schliesslich gegen einen Verkauf, vier dafür, einer ethielt sich.

Vorerst kein Planungskredit

Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut, welche mit einem solchen Resultat hatte rechnen müssen, brachte in der Folge einen vorbereiteten Antrag vor. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung solle erst einmal die Bedürfnisse abklären – also was für Wohnungen in der Gemeinde benötigt werden, ob kleine oder grössere – und der Rat solle einem Projektierungskredit von 30'000 Franken für ein Vorprojekt für die Sanierung zustimmen. Das brachte Walker vollends auf die Palme.

Es brauche kein Geld, sondern gesunden Menschenverstand. Es sei immer das gleiche Spiel, wenn die öffentliche Hand etwas anpacke, werde einfach unnötig Geld verlocht. Die Räte diskutierten dann noch eine Weile darüber, was eine Küchen- oder Bädersanierung tatsächlich beinhaltet, wie viel das kostet und wer das am besten weiss. SVP-Gemeinderat Patrik Gfeller schlug vor, den Kredit auf die Hälfte zu begrenzen, was zur Folge hatte, dass er komplett gekippt wurde und der Rat mit 9:1 Stimme bei einer Enthaltung beschloss, der AGE solle auf die Juni-Gemeinderatssitzung Varianten präsentieren, und man dann das weitere Vorgehen besprechen wolle.

Legislaturziele unbestritten

Etwas ruhiger ging es bei der Besprechung des in einem Workshop des Gemeinderates erarbeiteten Entwurfs der Legislaturziele 2017–2021 zu und her. Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut hatte die Ziele, die entsprechenden Massnahmen mit eventuellen Bemerkungen und die Prioritäten der einzelnen Ziele und Massnahmen gemäss der Besprechung vom 30. Januar auf Charts zusammengestellt.

Es gab nur kleine Änderungswünsche. Die wichtigste Änderung dürfte folgende sein: Die Parking-Thematik im Dorf wurde von Priorität 3 auf 1 hochgestuft. Bettlach wird also noch in diesem Jahr darüber diskutieren.

(Quelle: Grenchner Tagblatt, 28.02.2018)
01.03.2018 | Wyss Sophie
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