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Mittwoch, 30. November 2022
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Restaurant Bettlachberg soll eine spezielle Corona-Unterstützung erhalten
Oliver Menge
(Foto: Hanspeter Bärtschi)


Der Bettlacher Gemeinderat André von Arb reichte an der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag ein, wonach der Rat sich mit der veränderten Situation rund um den Bettlachberg befassen soll.

Markus Lerch ist seit November 2019 Pächter des Bergrestaurants Bettlachberg. Der Winter 2019/20 war schwach, das Restaurant schlecht besucht (diese Zeitung berichtete). Danach folgte der Corona-Lockdown und eine spezielle Situation für alle Gastronomen, mit hohen Aufwendungen für die Umsetzung von Schutzkonzepten, sobald sie den Betrieb wieder aufnehmen durften.

Vom Bettleberg, dem Hausberg der Gemeinde, führt ein beliebter Schlittelweg hinunter ins Dorf, der in diesem Winter rege benutzt wird. Die Bergstrasse zum Bettlachberg wird durch den Forstdienst Leberberg vom Schnee geräumt. Gemäss Pachtvertrag vom 3. Oktober 1985 werden die Kosten für die Schneeräumung nach einem Schlüssel aufgeteilt: Die Einwohnergemeinde übernimmt 50 % der Kosten, die Bürgergemeinde 20 % und der Pächter Bettlachberg 30 %. Zum Zeitpunkt, als dieser Vertrag ausgearbeitet wurde, betrieb der damalige Pächter sowohl den Landwirtschaftsbetrieb als auch das Restaurant. Der Bereich Landwirtschaft liegt in der Bergzone 3 und erhält somit die entsprechenden Subventionen vom Bund.

Nur ist der Landwirtschaftsbetrieb inzwischen vom Restaurant abgekoppelt. Markus Lerch muss den Pächteranteil für die Schneeräumung alleine aus dem Ertrag des Restaurants finanzieren. Das Restaurant ist aber, wie von Bund und Kanton verordnet, bis Ende Februar geschlossen. Eine Schneeräumung kostet Lerch rund 400 Franken und musste in diesem Winter bisher bereits sechsmal durchgeführt werden.

FDP-Gemeinderat André von Arb reichte deshalb beim Gemeinderat einen Antrag ein: Bei einem normalen Geschäftsverlauf mit einer geöffneten Gastwirtschaft wäre die Übernahme dieser Kosten kein so grosses Problem. Momentan könne Lerch aber gerademal knapp den Kiosk betreiben, und dieser decke nicht einmal die Betriebskosten, ganz zu schweigen von einem Gewinn.

Gemeinde soll Schneeräumung zahlen

Deshalb beantragt von Arb beim Gemeinderat, die Gemeinde solle die Schneeräumungskosten für den Pächter übernehmen und dafür einen Kredit von maximal 4000 Franken sprechen. Weiter solle man die bestehende Vereinbarung hinterfragen und überprüfen. Es handle sich schliesslich um eine öffentliche Strasse, die auch aus brandschutztechnischen Gründen vom Schnee geräumt werden müsse.

Man könne nach der Trennung von Landwirtschaft und Gastronomie auch nicht vom Pächter erwarten, dass er selber für die Wintersaison schweres Räumgerät anschaffe, um damit den Winterdienst in Eigenregie zu erledigen. Und weiter will von Arb, dass man die bestehende Vereinbarung für den Unterhalt der Bergstrasse überprüft.

In der kurzen Diskussion tauchte auch die Frage auf, weshalb der Betreiber des Landwirtschaftsbetriebs sich nicht an den Kosten beteiligen müsse, denn schliesslich profitiere auch er davon und erhalte schliesslich nicht unerhebliche Subventionen. SVP-Gemeinderat Leonz Walker verlangte ausserdem, dass insbesondere die Bürgergemeinde in die Diskussion miteinbezogen wird und die Hälfte der Kosten übernimmt.

Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut will das Geschäft für die nächste Gemeinderatssitzung im Februar traktandieren.

(Quelle: Grenchner Tagblatt, 02.02.2021)
02.02.2021 | Schmid Manuela
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